Die IGS Bad Salzdetfurth erhält, wie bereits in den Jahren 2018 (Fortbildungen für Schulpersonal) und 2019 (internationales Schulpartnerschaftsprojekt mit Schülern), durch eine erfolgreiche Antragstellung Fördergelder aus Mittel der Europäischen Union. Das Projekt ,,Differenzierung im schulischen Alltag erfolgreich meistern“ wurde vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD) im Rahmen des Förderprogramms der Europäischen Kommission ,,Erasmus+ Leitaktion 1: Mobilitätsprojekte für Schulpersonal – Europäische Fortbildungen“ als voll förderungswürdig eingestuft. Die Förderung beträgt insgesamt 33.511 Euro. Für alle Projektteilnehmer ist eine ein- bis zweiwöchige Fortbildung im Ausland während der Ferienzeiten vorgesehen. ,,Dass wir das dritte Jahr in Folge über das Erasmus-Programm der Europäischen Kommission eine hohe Summe an Drittmitteln erhalten, unterstreicht unsere internationale Ausrichtung unserer Schüler und Lehrer, die wir an unserer Schule auch in Zukunft konsequent verfolgen werden“, freut sich der Didaktische Leiter Thomas Stelzer, der das Projekt ins Leben gerufen hat.

Bild: vordere Reihe von links nach rechts: Frank Zapadtka, Ramona Renz-Rinke, Anne-Christine Hevekerl, Thomas Stelzer
hintere Reihe von links nach rechts: Benjamin Hofmann, Michaela Witter-Usta, Ann-Kristin Miehe-Brühl
Es fehlen: Bernd Sandvoß, Anke Schlömer, Sabine Klein, Simon Schrage

Insgesamt zehn Lehrkräfte und eine Schulsozialarbeiterin gehören dem Projektteam an, welches sich in drei Arbeitsgruppen unterteilt. Die Arbeitsgruppe 1 befasst sich mit dem Schwerpunkt der integrativen Bildung und interkulturellen Bildung (Benjamin Hofmann, Bernd Sandvoß, Anke Schlömer, Frank Zapadtka und Schulsozialarbeiterin Ramona Renz-Rinke). Die zweite Arbeitsgruppe arbeitet vorwiegend am Thema Kommunikationskompetenzen (Ann-Kristin Miehe-Brühl, Michaela Witter-Usta und Sabine Klein). Die dritte Gruppe setzt sich mit pädagogischen und didaktischen Themen auseinander, u.a. die Erweiterung der kooperativen Lern- und Lehrmethoden im Unterricht, bilinguales Lernen, Spiele im Unterricht sowie die Lernumgebung gestalten (Simon Schrage, Anne-Christine Hevekerl und Thomas Stelzer).

Der Projektzeitraum hat bereits am 01. Juni 2020 begonnen und wird am 31. Mai 2022 enden. In dem Projektzeitraum von 24 Monaten vertiefen die Pädagoginnen und Pädagogen in internationalen Fortbildungen im europäischen Ausland (Dänemark, England, Portugal, Spanien, Frankreich, Irland, Italien und Island) ihr Fachwissen. Die weiteste Reise planen die Lehrkräfte Frank Zapadtka und Anke Schlömer – sie möchten sich im rund 7.300 Kilometer entfernten französischen Überseegebiet Guadelupe mit den Themen Migration und interkultureller Bildung vertiefend auseinandersetzen.

,,Die Fortbildungen sind etwas ganz besonderes und haben einen großen Mehrwert für unsere Kollegen. Sie vernetzen sich weltweit und lernen neue Sichtweisen auf schulische Fragestellungen kennen, die der intensive Austausch mit Kollegen aus anderen Ländern und Schulsystemen in den Seminaren und oftmals auch abends in Kamingesprächen mit sich bringt“, stellt Stelzer aus eigenen Erfahrungen der letzten beiden Erasmus-Projekte fest. Die Freude auf die internationalen Fortbildungen ist groß, jedoch müssen sich die Projektteilnehmer aufgrund der Corona-Situation auf das Reisen wohl noch ein wenig gedulden müssen. Eigentlich sind die ersten Fortbildungen für die Sommerferien 2020 vorgesehen gewesen. Diese müssen dann zu einem späteren Zeitpunkt angetreten werden. Gegebenenfalls kann das Projekt beim PAD auch um bis zu einem Jahr verlängert werden, damit alle Fortbildungen durchgeführt werden können.

Die Erwartungen an das Projekt sind vielfältig: Durch die Teilnahme an den Fortbildungen verspricht sich das Projektteam eine Erweiterung der methodisch-didaktischen Kompetenzen, wozu u.a. eine Erweiterung des Methodenrepertoires und der Lehrmittel als auch eine gesteigerte Reflexion des eigenen pädagogischen Handelns gehören. Nach Durchführung der Maßnahmen erfolgt eine Evaluation der sich selbst gesetzten Ziele, z.B. sollen neue Differenzierungsmethoden geprüft, ausprobiert und im Zuge der Schulentwicklung implementiert werden, praxisbezogene Kommunikationskompetenzen der Lehrkräfte mit einer heterogenen und internationalen Schülerschaft sollen vermittelt und vertieft sowie bilinguale Unterrichtsangebote geprüft, eingeführt und weiterentwickelt werden. Diese Ergebnisse werden nach Abschluss des Projekts zunächst schulintern vorgestellt und beraten, später auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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