Wie sieht das Leben in Brasilien aus? Wie fühlt es sich an, als Emigrant in Deutschland anzukommen und Fuß zu fassen? Mit welchen Herausforderungen sehen die Menschen sich in den Herkunftsländern konfrontiert?

Schülerinnen und Schüler der 11a hatten im Rahmen von zwei Projekttagen im September die Möglichkeit, solche und weitere Fragen an vier Gäste der Projekte „Stadtpiloten“ (AWO) und „KickFair“ zu stellen. Die Stadtpiloten Bad Salzdetfurth helfen anderen Menschen unabhängig von Nationalität bei Fragen des Alltags und z.B. bei Behördengängen, um schwerpunktmäßig im sozialen Bereich den (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Frau Omoregie – ursprünglich aus Nigeria – und Herr Abdullah (Syrien) berichteten von ihren Erfahrungen in ihrer Arbeit und kochten mit den Schülerinnen und Schülern landestypische Speisen in der IGS-Küche. „Gemeinsames kochen und essen senkt die Hemmschwelle des Zueinanderfindens, schafft zahlreiche Gesprächsanlässe und fördert die interkulturelle Kompetenz“, sind sich die Projektkoordinatorin des AWO-Kreisverbandes Melanie Suhr und der Klassenlehrer Simon Schrage einig.

Auch im zweiten Projekt standen der Austausch und die gemeinsame Aktivität im Mittelpunkt. „KickFair“ ist ein vielfach ausgezeichnetes Programm, das Straßenfußball als Medium für soziales Lernen nutzt. Seit diesem Schuljahr laufen an der IGS Bad Salzdetfurth erste Planungen für eine zeitnahe Umsetzung des Projektkonzepts. Im globalen Netzwerk des Projekts, das u.a. vom Bundesministerium des Innern gefördert wird, gibt es etliche Lernkooperationen. So entstand die Gelegenheit, die Vertreterin des brasilianischen Partners „Formaҫão“ und ihre chilenische Kollegin berichteten, welchen Stellenwert der Straßenfußball in Südamerika für den sozialen Frieden und gesellschaftlichen Zusammenhalt hat. Insbesondere für Kinder und Jugendliche aus weniger privilegierten Familien würden dort von den Möglichkeiten der Bildungsarbeit und dem damit verbundenen sozialen Aufstieg profitieren. Bei zahlreichen fußballerischen Übungen und Spielen kamen die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ins Schwitzen und hatten viel Spaß.

Das gemeinsame Mittagessen beider Gruppen rundete den interessanten interkulturellen Austausch ab.

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