Nach dem Überwintern in Erd- und Waldböden ziehen Amphibien (Kröten, Frösche und Molche) zu ihren Geburtsgewässern, um sich dort fortzupflanzen. 

Auch an der Zufahrtsstraße zum Röderhof bei Egenstedt sind Schutzzäune gesetzt, um die Tiere kurz vor Erreichen ihrer Laichgewässer vor dem Straßentod zu schützen. Hier, im größten Amphibienschutzgebiet Norddeutschlands, treffen sich seit Jahren jeden Freitagabend Schülerinnen und Schüler der IGS Bad Salzdetfurth mit Freunden und Familienangehörigen, um gemeinsam die Tiere aus den eingelassenen Eimern hinter den Schutzzäunen zu leeren und wandernde Tiere sicher über die Straße zu tragen. Mit einer Warnweste, einer gut funktionierenden Taschenlampe und mit Schutzhandschuhen ausgerüstet, macht es Freude, gemeinsam in der Natur tätig zu sein und sein Interesse mit anderen zu teilen. Die getragenen Tiere werden bestimmt, gezählt und die Ergebnisse Woche für Woche notiert: Erdkröten, Grasfrösche, Bergmolche, Teichmolche und die selteneren Kammmolche können alle Helferinnen und Helfer sicher unterscheiden.  Die Bestandszahlen werden dem Verwaltungsamt am Ende der Saison mitgeteilt. 

Tex und Fotos: Renate Spriewald

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