Die Klasse 6b erkundete am 7. Dezember 2017 das Leben der Ägypter im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim. Und schon ging es los! Eine fachkundige Museumspädagogin führte uns zu diesem wohlgenährten Herrn. Gestatten: Sein Name ist Hem-iunu, Wesir des Pharao Cheops, dessen Pyramide im Hintergrund mit 146 Metern Höhe die größte in Ägypten ist.

 

Der Schwerpunkt unserer Führung lag auf dem Thema Schriftzeichen und Schreiben.

Rudi sitzt hier in dem damals für die Schreiber üblichen Schneidersitz, oder besser gesagt,„Schreibersitz“. So konnten die Schreiber, die nur mit einem Tuch bekleidet waren, bequem mit einem Binsenstängel auf Papyrus schreiben.

Nach der Führung durch die Ausstellung begann der Workshop „Ägyptische Schreibwerkstatt“.

Papyrus war teuer, deshalb haben die Schreibschüler ihre heiligen Zeichen, die Hieroglyphen, oft in Schreibtafeln eingeritzt. Moritz und Leon kleben Holzleisten auf kleine Spanplatten.

    

Raphael sägt sich einen Stylus zurecht, das ist praktisch der Stift. An einem Ende spitz zum Schreiben, am anderen schräg abgeflacht zum Glätten.

Ist die Schreibtafel fertig, wird flüssiges Bienenwachs auf die umrahmte Innenfläche gegossen. Sowie das Wachs erkaltet ist, können die Schreibschüler ihre Texte mit dem spitzen Stylus hineinritzen. Gelingt ein Zeichen mal nicht, lässt es sich mit der flachen Seite „wegkillern“. Übrigens verwendet Mara gerade die Hieroglyphe Wasser, die auch gleichzeitig unserem Buchstaben N entspricht. Wenn ihr Lust auf Ägypten und Hieroglyphen bekommen habt, empfehlen wir euch einen Besuch im Roemer- und Pelizaeus-Museum und einen Blick auf das Schriftzeichen-Alphabet, das ihr im Internet findet. So könnt ihr ganz einfach geheime Botschaften austauschen.

Am Ende haben wir unsere Schreibtafeln beschriftet. Das war ein toller Vormittag!

Zum Schluss noch etwas Spannendes und Schauriges zugleich. Natürlich durften wir eine Mumie im Museum nicht verpassen. Weil die Ägypter glaubten, dass für sie nach dem Tod das Leben im Jenseits weitergeht, musste der Körper möglichst gut erhalten bleiben. Davon konnten wir uns wahrlich überzeugen.

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